Was sagt mein Körpergewicht über meine Gesundheit aus?


Gleiches Gewicht, gleicher Bodymassindex, andere Körperzusammensetzung

Das Körpergewicht allein sagt nicht viel über die Gesundheit aus. In der oberen Grafik sind zwei Menschen mit gleichem Gewicht, gleicher Grösse und gleichem Bodymassindex dargestellt, trotzdem sehen sie ganz anders aus. Der Unterschied liegt in ihrer Körperzusammensetzung (KZA).

Der Body-Builder links hat einen Fettanteil von 5%, während der „sedentary man“ (mehrheitlich sitzende Mann) einen Fettanteil von 30% hat und sein Stoffwechsel dementsprechend reduziert ist (Grundumsatz 1882 kcal). Dies sind zwei extreme Beispiele, sie sollen veranschaulichen, dass der Blick auf die Waage sehr trügerisch sein kann.


Das veranschaulicht auch das folgende Bild:

Hier siehst Du wie viel Platz (Volumen) 2kg Fett im Vergleich zu 2kg Muskelmasse einnehmen. Die Muskelmasse ist viel kompakter und braucht 30% weniger Volumen.


Ich erlebe in der Beratung häufig, dass gerade Frauen sehr enttäuscht sind über ihre Werte, denn Ihr Gewicht ist eigentlich in der Norm (BMI unter 25), ihre Fett- und Muskelwerte jedoch nicht.

Eine professionelle Körperanalyse lässt viele wertvolle Rückschlüsse auf den Gesundheits- und Fitnesszustand eines Menschen zu und ermöglicht das Ableiten geeigneter Massnahmen.

Du weisst wahrscheinlich, dass viele Spitzensportler, die Körperzusammensetzungsanalyse (KZA) regelmässig nutzen um Ihre Leistung zu dokumentieren und optimieren. Doch die KZA kann noch viel mehr, sie kann uns helfen unseren Gesundheitszustand zu überprüfen und dementsprechende Massnahmen zu ergreifen, um einen gesünderen Körper anzustreben.


Was wir früher als Richtlinien genutzt haben, die Kilos auf der Waage oder der Bodymassindex, können wir heute getrost vergessen. Sie berücksichtigen nicht die Körperzusammensetzung und sind somit für eine Beratung, betreffend eines gesundheitsförderlichen Lebensstils, nicht brauchbar oder viel zu rudimentär.

Mit der BIA KZA haben wir ein Instrument, welches sehr einfach in der Anwendung ist und je nach Gerät auch sehr zuverlässige Daten liefert. Schauen wir uns an, was diese Daten aufzeigen können.


Was bedeutet es, wenn jemand einen hohen Fettanteil und eine zu geringe Muskelmasse hat?


Dies ist leider die häufigste Kombination in unserer heutigen Gesellschaft. Wenn wir die Fettmasse ins Visier nehmen, müssen wir differenzieren zwischen subkutanem Fett, also Fett, welches sich direkt unter der Haut befindet und viszeralem Fett. Das Viszeralfett findet man im Bauchraum, um die Organe oder sogar in den Organen. Dieses Fett ist, im Unterschied zum Unterhautfettgewebe, sehr stoffwechselaktiv. Es schüttet entzündungsfördernde Botenstoffe und Hormone aus und führt langfristig zu den bekannten unterschwelligen Entzündungen im Körper. Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse können in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden, was schlussendlich zu den chronischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Diabetes führen kann.


Das Unterhautfettgewebe ist weniger schädlich für unsere Gesundheit, ist optisch einfach nicht sehr attraktiv und quasi „tote Masse“, die wir mit jedem Schritt mittragen müssen. Dieses Zusatzgewicht kann bei einer zu geringen Muskelmasse über Jahrzehnte grosse Schäden an den Gelenken verursachen (Arthrose).

Deshalb ist es enorm wichtig, unbedingt Krafttraining zu praktizieren, gerade wenn jemand Gewicht reduzieren möchte. Ohne ein gezieltes Krafttraining geht unweigerlich nicht nur Fett- sondern auch Muskelmasse verloren. Wird über längere Zeit weniger Nahrung aufgenommen, als der Körper eigentlich braucht, so wird automatisch Muskelmasse abgebaut. Ganz drastisch ist das zu beobachten bei Menschen, die zu wenig Proteine zu sich nehmen. Auf dieses Thema (Proteine) werde ich im nächsten Blog vertieft eingehen.


Wieso ist eine ausreichende Muskelmasse so wichtig?


Wie bereits erwähnt, stützt und stabilisiert unsere Muskulatur unsere Gelenke. Ist nicht genügend Muskulatur vorhanden, schreitet die Abnützung der Gelenke schneller voran, Fehlbelastungen nehmen zu, Schmerzen sind die Folge. Eine ausreichende Muskelmasse hat aber noch viel mehr positive Effekte, die Du auf der unteren Grafik erkennen kannst.



Wenn das mal nicht genügend Motivation für’s Training ist?


Um auf all die positiven Effekte einzugehen, reicht dieser Blog leider nicht aus. Aber um uns immer wieder bewusst zu machen, dass Muskulatur viel mehr ist als nur ein geballtes Kraftpaket, das uns leistungsfähiger macht und uns den Alltag leichter bewältigen lässt, dafür soll diese Grafik stehen.


Mehr Infos zu den einzelnen Faktoren kann ich gerne in zukünftigen Blogs erwähnen oder bei einer KZA oder Beratung im Studio.


Ist der Flüssigkeitshaushalt für mich von Bedeutung?


Ja, dieser Wert wird häufig unterschätzt und sogar belächelt. In den Beratungen frage ich immer nach dem Trinkverhalten und fast immer sagt man mir: „ Ja, ja ich trinke genug.“ Wenn ich dann konkreter nachfrage oder ein Trinkprotokoll gemacht wird, dann zeigt sich, wieso die gemessenen Werte zu tief sind. Wir überschätzen häufig unsere Trinkmenge und unterschätzen die Essmenge ;-).


Der Körper dehydriert, wenn man zu wenig trinkt. Die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung wird eingeschränkt, weil das Blut im Körper, durch den Wassermangel, langsamer fliesst. Alle Körpersysteme leiden darunter. Es können Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, eine erhöhte Temperatur, Verstopfungen, Nierenprobleme, Leistungsminderung, etc. auftreten.

Für solche unspezifischen Symptome werden dann häufig andere Gründe gesucht und das Simpelste, Einfachste – sprich genügend zu trinken - wird oft verkannt.

Ob die Trinkmenge ausreichend ist, zeigt sich auch an der Farbe des Urins. Er sollte mindestens bei einem Toilettengang pro Tag hell und nur leicht gefärbt sein.

Ein genauer Blick auf Die Körperzusammensetzung kann also sehr viel über unsere Gesundheit aussagen. Und wir haben die Möglichkeit frühzeitig dementsprechend zu Handeln.


Eine Körperzusammensetzungsanalyse zeigt noch viel mehr Daten an, als nur die Muskel- und Fettmasse und den Flüssigkeitshaushalt, den ich gerade angesprochen habe.

Deshalb ist es sehr interessant und ratsam in Abständen von 3-12 Monaten immer mal wieder eine KZA zu machen, um Deinen Gesundheitszustand im Auge zu behalten.


Eine KZA empfehle ich allen, die ihren Lebensstil verändern möchten. Sei dies vor einer geplanten Gewichtsabnahme, oder vor einer Optimierung des Essverhaltens oder Trainings. Das kann sehr motivierend sein, wenn man schwarz auf weiss die Veränderungen in der Körperzusammensetzung sieht.


Möchtest Du mehr über die KZA im Cuore erfahren, findest Du die Infos dazu unter diesem Link: https://64fa7e66-d789-431f-8862-21c431601f07.filesusr.com/ugd/c9528f_ebd373312f5b4805a0ee4bbf9a4338ab.pdf


Im nächsten Blog schauen wir uns an, wozu unser Körper Proteine braucht und wie viele.


Bis dahin wünsch ich Dir eine gesunde Zeit.


Deine Claudia

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